eines vorweg – ein besuch der burg lohnt sich auf jeden fall.
wo sonst hat man nämlich die möglichkeit auf seinem weg zur burg hinauf durch 14 verschiedene burgtore die der verteidigung und dem schutz dienten, zu durchschreiten. die tore wurden im späten 16. jahruhundert erbaut und tragen die klingenden namen:
Fährichtor, 1580
Wächtertor, 1577
Nautor, 1583
Engeltor, 1577
Löwentor, 1577
Manntor, 1578
Khevenhüllertor, 1580
Landschaftstor, 1570
Reisertor, kein Baudatum bekannt
Waffentor, 1576
Mauertor, 1575
Brückentor, kein Bautdatum bekannt
Kirchentor, 1578
Kulmertor, 1575
auszug aus der geschichte der burg:
„Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 860. Die Spanheimer verliehen den Osterwitzern 1209 das Erbamt der Mundschenken.
Der letzte Schenk von Osterwitz wird 1475 bei einem Türkeneinfall gefangen und stirbt in der Gefangenschaft ohne Erben. Hochosterwitz fällt an den Landesfürsten, Kaiser Friedrich III. zurück. König Ferdinand I. verpfändet Osterwitz an den Landeshauptmann Christof Khevenhüller. 1571 erwirbt Georg Freiherr von Khevenhüller, ebenfalls Landeshauptmann, die Burg, baut sie wegen der drohenden Türkeneinfälle aus, versieht sie mit einer Waffenkammer und lässt die 14 Tore in den Jahren 1570 – 1586 errichten.
Ein derartig vielseitig gesicherter Burgweg zählt nicht nur zu den größten Seltenheiten, sondern stellt ein Unikum im Burgenbau dar. Eine alte Urkunde verzeichnet die Namen der einzelnen Tore. Seit dieser Zeit fanden keine wesentlichen baulichen Veränderungen statt. Die Burg ist bis zum heutigen Tag ununterbrochen im Besitz der Familie Khevenhüller.
In einer Verfügung des Bauherrn, Georg Khevenhüller, aus dem Jahre 1576, welche auf einer Marmortafel im Burghof zu lesen ist, wird das Vermächtnis erlassen,
es möge die Burg im Besitz der Nachkommen bleiben und diese für deren Erhaltung Sorge tragen. Diesem Vermächtnis hat sich die Familie Khevenhüller stets verpflichtet gefühlt.“
natürlich befindet sich auch eine kirche auf burg hochosterwitz. erreicht wird sie über einen kleinen weg der unmittelbar vor dem vorletzten tor abzweigt und zur kirche führt. den „burgberg“ erklimmt man in etwa 20min, wobei hier auch schon zeit für einige erinnerungsfotos und panoramablicke eingerechnet ist. im burghof eingelangt kann man sich das angeschlossene museum mit einigen waffen und rüstungen sowie anderen exponaten aus dem mittelalter ansehen um dann schließlich im schatten der bäume ein kühles bier zu genießen bevor man sich wieder auf dem weg nach unten macht!
burg hochosterwitz bekommt von und das prädikat „sehr sehenswert“
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